Austausch Herbst 2005 Nysa

| 20. November 2005

Unsere Woche in Polen

Am Sonntag den 23.10.2005 begann unsere Fahrt mit einer halbstündigen Verspätung am Oberhausener Hauptbahnhof. Die 14stündige Busreise verlief entspannt und insgesamt ruhig. Wir erreichten Nysa gegen 11.30 Uhr. Dort wurden wir sehr freundlich von Joanna, einer Lehrerin unserer polnischen Partnerschule, willkommen geheißen. Nach einem ausgiebigen Begrüßungsfrühstück wurden wir unseren Gastgebern zugeteilt.

Danach wurden wir durch die Schule Namens „Zespol Szkol Rolnicze Centrum “ geführt, die in einem ehemaligen Kloster beherbergt ist.

Nachher kamen wir in die Gastfamilien, bei denen wir den restlichen Tag verbrachten. Der zweite Tag begann mit einer Präsentation der Ergebnisse der Internationalen Projekte der Schule mit Rumänien und Deutschland in der Schul-Aula.

Anschließend fand ein Empfang beim Landrat statt, der uns herzlich in Nysa begrüßte. Danach teilten wir uns in Gruppen ein, denn es wurde eine Stadtrallye veranstaltet. Wir liefen, mit Zetteln und Stiften ausgestattet, quer durch Nysa, um die uns gestellten Fragen zu beantworten. Als die Rallye vorbei war, hatten wir Zeit zur freien Verfügung. Einige von uns blieben in der Stadt, während andere zu ihren Gastfamilien nach Hause gingen. Doch an diesem Tag blieb keiner lange wach, denn am nächsten Morgen sollte es schon früh, um 6.00 Uhr, los gehen.

Der Mittwoch begann  6.00 Uhr. Als erstes stand eine Fahrt ins ehemalige Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau auf dem Programm. Um etwa 10.00 Uhr kamen wir dort an. Wir wurden von einer deutschsprachigen Führerin durch das Lager geführt. Wir besichtigten die Baracken, den Todesblock, ein Krematorium und eine Gaskammer. Es war erschütternd und auch sehr bewegend. Deswegen wa

ren wir froh, dass wir nun weiter fuhren, denn wir mussten die Bilder erst mal verarbeiten.

Es ging weiter nach Krakau. In Krakau angekommen, stärkten wir uns erst mal mit einem Mittagessen, bevor wir uns in das laute Leben von Krakau stürzten. Dort gab es viel zu besichtigen, wie zum Beispiel die Marienkirche. Doch allein die Stadt ist eine Sehenswürdigkeit. Wir liefen lange umher und schauten uns die Stadt an. Doch natürlich reichen ein paar Stunden nicht aus, um sich die ganze Schönheit Krakaus vor Augen zu führen. Abends fuhren wir in ein Hotel, in dem wir übernachten sollten. Es tat gut, sich hinzulegen und die schmerzenden Füße zu entlasten.

Am nächsten Tag standen wir auch früh auf, doch nicht so früh wie am Tag zuvor. Wir frühstückten und machten uns dann auf den Weg in das Judenviertel von Krakau, in dem wir eine Synagoge besichtigten. Es stellte sich heraus, dass wir uns in eben jenem Judenviertel befanden, in dem Oskar Schindler 60 Jahre zuvor mehrere hundert Juden vor den Gaskammern rettete. Nachdem wir das Judenviertel besichtigt hatten, ging es weiter zum Schloss Wawel. Dort angekommen besichtigten wir den Krakauer Dom und das Wahrzeichen Krakaus: einen Drachen! Anschließend hatten wir wieder ein wenig Freizeit.

Um 17.00 Uhr ging es weiter zur Salzgrube nach Wielieczka. Wir befanden uns viele viele Meter unter der Erde. In der Salzgrube entdeckten wir viele alle Kapellen und Statuen, die zum Teil schon mehrere hundert Jahre alt sind. Nach der Besichtigung fuhren wir zurück n

ach Nysa, wo wir erst s

pät abends, so gegen 0.00 Uhr, ankamen.

Am Freitag mussten wir Gott sei Dank erst um 10.00 Uhr an unserer Partnerschule sein. Das war auch gut so. denn es stellte sich heraus, dass viele Schülerinnen und Schüler noch ziemlich verschlafen waren. Wir erstellten gemeinsam mit den polnischen Schülern, bei denen wir zu Gast waren, Plakate, die die Freundschaft zwischen Deutschland und Polen symbolisieren sollten. Als diese Arbeit getan war, hatten wir wieder freie Zeit zur Verfügung, aber nur bis 19.00 Uhr. Denn um diese Uhrzeit sollte die Abschiedsfeier im Lehrerzimmer der Schule (welches um einiges größer ist als das unsere) stattfinden. Viele Eltern und auch Schüler hatten Essen und Getränke vorbereitet. Die Abschiedsfeier war sehr lustig und dauerte bis 21.00 Uhr. Danach gingen einige von uns noch in eine Diskothek, um den A

bschied zu feiern.

Am Samstag gab es keine Programmpunkte. Wir konnten die Zeit bis zum Abend verbringen, wie wir wollten. Die Tagesplanung gestaltete sich unterschiedlich. Einige von uns nutzten den freien Tag, um ein wenig shoppen zu gehen, oder um noch etwas mit ihren Gastfa

milien zu unternehmen.

Um 19.00 Uhr trafen wir uns am Marktplatz von Nysa. Wir hatten unser Gepäck alle schon dabei

, denn um 19.30 sollte es losgehen.

Das Abschiednehmen fiel uns allen schwer, denn wir hatten eine tolle Zeit in Nysa verbracht. Es flossen viele Tränen.

Doch natürlich fuhren wir pünktlich los, denn irgendwie wollten wir alle auch nach Hause.

Auch die Rückfahrt verlief einigermaßen ruhig und wir kamen sicher in Oberhausen an. Diesmal jedoch nicht zu spät, sondern zu früh. Wir waren eine ganze Stunde eher da als geplant.

Es war eine wirklich tolle Woche in Nysa. Wir haben viele neue Freunde kennen gelernt und neue Erfahrungen gesammelt.

Wir möchten uns auch alle ganz herzlich bei unseren Gastgebern bedanken, die uns sehr freundlich aufnahmen. Sie haben uns (zu) gut umsorgt und wir fühlten uns dort alle wohl.

Danke und hoffentlich gibt es bald ein Wiedersehen.

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Kategorie: Europaschule, HBG, Projekte, Schulfahrten

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