Austausch Herbst 2011 OB

| 6. November 2011

Namen sind grenzenlos –

Woher kommen all die Kowalskis, Pawlowskis, Kaczmareks im Ruhrgebiet/ rund um Oberhausen? 

Das war das Motto des diesjährigen Schüleraustausches mit der polnischen Partnerschule.

Ein Wettbewerb für bürgerschaftliches Engagement im Rahmen des Polen-Nordrhein-Westfalen-Jahres 2011/2012, ausgeschrieben vom Land NRW, ließ die Idee zu diesem Projekt reifen – sehr erfolgreich, wie sich herausstellte: Es war eines von 24 ausgezeichneten Projekten aus über 100 Vorschlägen und wurde vom Land NRW gefördert.

So arbeiteten vom 16. bis 21. Oktober 2011 zwanzig deutsche und polnische Schülerinnen an der Umsetzung des Projekts. In dieser Woche ging es darum, gemeinsam die Herkunft polnischer Namen in unserer Stadt und Umgebung zu erforschen. Die polnischen Schüler kamen mit Erkenntnissen über die Herkunft deutscher Namen in und um Nysa im Gepäck zu uns, so dass eine gemeinsame Präsentation erstellt werden konnte. Die Schüler führten Interviews durch mit polnisch stämmigen Menschen, die dabei u.a. Fragen nach ihrer Herkunft, nach den Gründen des Auswanderns, nach ihrer Identität, nach positiven oder negativen Erfahrungen, bereitwillig beantworteten. Diese Interviews wurden gemeinsam von den Schülern ausgewertet und zusammen mit einem Interview einer in der Deutschen Kolonie in Nysa lebenden Zeitzeugin bilden diese beiden Aspekte den Schwerpunkt der gemeinsam erstellten Power-Point-Präsentation. Selbstständig eigneten sich die Schüler geschichtliches Hintergrundwissen zu diesen speziellen Bevölkerungsgruppen an und brachten diese Erkenntnisse ebenfalls in die Präsentation ein. Sehr gelungen dabei war die Zusammenarbeit der deutschen und polnischen Schüler, sowohl bei der Recherche als auch bei der Gestaltung, denn diese Präsentation ist zweisprachig polnisch/ deutsch angelegt.

Ein weiterer positiver Aspekt des Projekts liegt auch darin, dass die Schüler vor dem Hintergrund der erfahrenen Geschichte gegenseitiges Verständnis entwickeln konnten – für einige waren das mit Sicherheit neue Informationen.

Selbstverständlich bestand diese Woche nicht nur aus Arbeit; Kennenlernen bzw. Vertiefen einer Freundschaft geht natürlich nicht nur über gemeinsame Arbeit. Und so gab es einen ‚Freizeitausgleich‘ dazu: Neben dem Kennenlernen der Schule und der Stadt Oberhausen standen u.a. eine Fahrt nach Düsseldorf mit Führung durch die Altstadt auf dem Plan, eine Exkursion zur Veltins-Arena auf Schalke, die Ausstellung ‚Magische Orte‘ im Gasometer, in Knippi’s Bowling-Palace wurde gemeinsam um Punkte gebowlt. In der zudem noch verbleibenden Freizeit trafen sich die Schüler immer wieder, um gemeinsam etwas zu unternehmen.

Traditionell waren am Abend vor der Abreise alle Beteiligten (Schüler, Eltern, Kollegen, Interviewpartner) eingeladen, in der Schule miteinander die Woche Revue passieren zu lassen, den Organisatoren Feedback zu geben und – als Höhepunkt in diesem Jahr – das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit zu begutachten: die Power-Point-Präsentation, die nicht nur bei den Gästen sehr gut ankam, sondern auch die Schüler sehr stolz machte.

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Kategorie: Abt. 9/10, Abt. Sek II, Europaschule, für Schüler, HBG, Projekte, Schulfahrten

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