Besuch der Partnerschule in Schmachtendorf/Barendrecht (NL)

| 16. November 2015

So positiv beeindruckt von der modernen Einrichtung ihrer Partnerschule zeigten sich einige Schüler der Heinrich-Böll-Gesamtschule (HBG), dass sie schon nach zwei Stunden verkündeten: „Wir fahren nicht mit zurück morgen, wir bleiben hier!“

16 Schülerinnen und Schüler hatten sich am vergangenen Donnerstag mit ihren Niederländisch-Lehrern Maria Rüdel und Hubert Lohrmann auf den Weg zum Dalton-Lyceum in Barendrecht bei Rotterdam gemacht. Nach einer dreistündigen Busfahrt wohlbehalten dort angekommen, wurden sie von ihren niederländischen Gastgebern gespannt willkommen geheißen. Nachdem sie von Schülern durch die Gebäude geführt worden waren, ging es zum Speed-Dating. Die niederländischen Lehrer Johan de Bie und Hanneke Stigter verteilten dazu ein Blatt mit möglichen Fragen, „falls das Gespräch mal stocken sollte“. Drei Minuten sollten sich jeweils ein Gast und ein Gastgeber unterhalten, dann rückten die Deutschen einen Stuhl weiter, während die Niederländer sitzen blieben. Ein Konzept, das blendend funktionierte, stellte Johan de Bie schon während des dritten Durchgangs fest: „Wie laut es hier ist, wenn sich alle gleichzeitig unterhalten!“

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Nach einem kurzen Snack mit den typischen „broodjes“ (belegten Brötchen) ging es dann in einem halbstündigen Fußmarsch zum Bahnhof und von dort mit dem Zug drei Haltestellen weiter: ins Zentrum von Rotterdam. Von dort aus sollten sich die Schüler/innen in deutsch-niederländischen Gruppen auf den Weg auf einen Rundgang durch die Stadt machen, nachzulesen in einem liebevoll vorbereiteten Heft mit Informationen zu den auf der Strecke liegenden Sehenswürdigkeiten. „Ob sie wirklich alle die ganze Strecke laufen, ist gar nicht so wichtig“, erklärte Hanneke Stigter ihren deutschen Kollegen mit niederländischer Nonchalance, „Hauptsache sie kommen ins Gespräch miteinander.“

Nach dem Rundgang stand den Schülern Zeit zur freien Verfügung. Bowling, Pizzeria, bei den Gastgebern mit der Spielkonsole „zocken“ oder einfach nur „chillen“ – alle Aktivitäten machten den Beteiligten viel Freude, wie sie am nächsten Morgen berichteten.

Nach dem Besuch einer Schulstunde und einer gemeinsamen Rechercheaufgabe an den in allen Klassenräumen zur Verfügung stehenden Laptops ging es dann zu einem Spaziergang, der niederländischer nicht sein könnte: der nahe gelegene Ort Kinderdijk ist bekannt für seine zum Weltkulturerbe zählenden 19 (!) nebeneinander gebauten Mühlen.

„Leider“, wie viele Beteiligten fanden, ging es danach jedoch schon schnell zurück nach Oberhausen. Ein zu kurzer Besuch? Vielleicht, doch einerseits gibt es ja Facebook und Whatsapp, um in Kontakt zu bleiben und andererseits ist im Terminkalender der HBG der Gegenbesuch der Barendrechter im nächsten April schon lange eingetragen.

Kategorie: Europaschule, Schulfahrten, Schulleben

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