Info Schulpartnerschaft mit Polen allgemein 2009

| 20. Oktober 2009

SCHULPARTNERSCHAFT MIT POLEN

Seit nunmehr 6 Jahren, seit September 2003 bestehen Kontakte zwischen der HBG und der Zespól Szkół Rolnicze Centrum in Nysa (dt. Neiße) in Polen (ca. 80km südlich von Wrocław/ Breslau).

Während unseren letzten Besuches in Nysa im Herbst 2008 gestalteten deutsche und polnische Schüler zusammen einen Festakt, um das fünfjährige Bestehen dieser Partnerschaft zu begehen.

Die polnische Schule genießt einen sehr guten Ruf, sowohl innerhalb des Landkreises als auch des Bezirks. Die Schüler dieser weiterführenden Schule haben die Möglichkeit, nach vollendeter Schulpflicht das Abitur oder einen ähnlichen Abschluss zu erlangen. Sie ist in etwa so groß wie die HBG und vereint in sich verschiedene Schulformen, wie z.B. Lyzeum und Technikum. Weitere Schwerpunkte der Schule liegen in der Ausbildung im Veterinärbereich und in der Landwirtschaft.

Inzwischen fanden bereits einige Begegnungen statt; sowohl in Nysa als auch in Oberhausen konnten die Schüler beider Schulen erlebnisreiche und interessante Wochen verbringen. Durch die Unterbringung bei Gastfamilien bot sich den Teilnehmern immer wieder die Chance, Einblicke in den Alltag des jeweils anderen Landes zu erhalten und dabei festzustellen, dass es zum Teil doch große Unterschiede gibt.

Natürlich ergaben sich weitere Möglichkeiten, Land, Leute, Kultur und Geschichte kennen zu lernen: In Nysa waren das u.a. eine Führung durch das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz, ein Besuch eines Salzbergwerks, ein Besuch der wunderschönen Städte Krakau und Breslau.

Während der Besuche in Oberhausen standen ebenfalls verschiedene Besichtigungen auf dem Programm: Rheinisches Industriemuseum, Schloss Oberhausen, Centro mit Gasometer, Veltins-Arena in Gelsenkirchen, Düsseldorf, Essen, …

Auch Freizeitaktivitäten kamen nicht zu kurz (gemeinsames Bowling, Kletterpark).

Einen weiteren wichtigen Punkt während dieser Begegnungen bildet die Auseinandersetzung mit der Geschichte beider Länder. Die Schüler erhalten dadurch die Möglichkeit, die eigene Geschichte (neu) zu entdecken.

Selbstverständlich bemühen sich die Organisatoren, auch diesbezüglich neue Veranstaltungen in das Programm einzubinden. Erwähnenswert ist dabei auch der bestehende Kooperationsvertrag zwischen unserer Schule und dem Rheinischen Industriemuseum in Oberhausen. Aus dem museumspädagogischen Angebot des R.I.M. ist zum Beispiel in diesem September eine Führung zum Thema ‚Migranten-Wir sind gekommen und geblieben’ ins Programm aufgenommen worden. In Zusammenarbeit mit dem R.I.M. fanden auch zwei Workshops statt: ‚Schmuck selber basteln aus Stahl und Silberdraht’ und ‚Schmieden’, die von den Schülern begeistert aufgenommen wurden.

… und im nächsten Jahr geht es dann wieder für eine Schülergruppe nach Nysa .

P.S.: Dass dieser Austausch schon so lange erfolgreich stattfindet, liegt natürlich auch an der vielfältigen tatkräftigen Unterstützung von Eltern, Kollegen, Schulleitung, Förderverein, Stadt, vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk Warschau und den Schüler selber… Danke!

 

Dana Röhl, 2009

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Kategorie: Abt. 9/10, Abt. Sek II, Europaschule, für Schüler, HBG, Schulfahrten

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