Magische Orte: Götter, Helden und Idole im Gasometer Oberhausen

| 16. Mai 2012

Am 3.5.2012 besuchte ein Ev. Religionskurs des 9.Jahrgangs unter Leitung von Frau Dittmer die Ausstellung „Magische Orte – Natur- und Kulturmonumente der Welt“ im Gasometer Oberhausen und nahm an einer geführten Tour mit dem Titel „Götter, Helden und Idole“ teil.

Nach einem kurzen beeindruckenden Stopp am Bild des heutigen Centrogeländes als ehemaliges Industriegebiet, ging es weiter zu den ersten Fotos unterschiedlicher Naturgewalten, wie Wasser und Lava. Anhand dieser wurde die Entstehung der ersten animistischen Religionen verdeutlicht, deren Anhänger hinter den machtvollen, unkontrollierbaren Naturgewalten magische Gottheiten vermuteten und diese mit Anbetung und Opfergaben zu besänftigen oder für persönliche Zwecke einzubinden versuchten. Dann folgten u.a. Bilder der Pyramiden in Ägypten, des leidenden oder königlichen Jesu und Fotos der Pilgermassen in Mekka, die nicht nur die Inszenierung und Darstellung der Verherrlichung von Göttern, Helden und Idolen durch die Menschheit in ihren unterschiedlichen Kulturen und Epochen zeigen, sondern auch heute Menschen anziehen, begeistern und motivieren, d.h. magisch  sind.

Einen ganz eigenen magischen Moment erlebten die Schülerinnen und Schüler mitten während der Führung: Die 43 m hohe Regenwaldbaumskulptur im Zentrum des Gasometers, erhellte sich plötzlich über den Köpfen der Gruppe, begleitet von der musikalischen Inszenierung im Hintergrund, und zog alle in ihren Bann. Durch die Lichtinszenierung wurde dieser Baum zu einem magischen Ort mit einer Anziehungskraft, die sich in den staunenden, kaum abwendbaren Blicken, einigen offenen Mündern und einer sich verbreitenden Ruhe wieder spiegelte.

Die Wirkung des Baumes als Symbol des Lebens und der in Richtung Himmelszelt  herausragenden Baumkrone standen dann erneut im Zentrum der Bildbetrachtung von Kirchen- und Kathedralenbauten, die eben diesen Baumstamm mit seinen Verästelungen als Vorbild für ihren Säulenbau präsentieren.

Ähnlich in den Himmel ragend wirkte anschließend beim Besuch der Aussichtsplattform in 114 m Höhe das Gasometer selbst und zeigte auch das Ruhrgebiet als magischen Ort, in dem es viel zu entdecken gibt und Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen friedlich zusammen leben.

 

Religiöse Orte als magische Orte der Geschichte der Menschheit und natürliche Orte oder Phänomene als magische Momente der Begegnung zwischen Mensch und Gott bieten eine spannende Auseinandersetzung, die sicher viele neue Fragen aufwirft und vermutlich nie zu Ende gehen wird. Fazit der Schülerinnen und Schüler: Der Besuch der Ausstellung im Gasometer hat sich gelohnt und überrascht, denn was hat das Gasometer schon mit Religionsunterricht zu tun…

Tags: , ,

Kategorie: Abt. 9/10, für Lehrer, für Schüler, Religion & Philosophie, Schulfahrten

Kommentare sind geschlossen.