MINT AG beim Wettbewerb „Schüler machen MI(N)T“

| 20. Juli 2016

Auch dieses Jahr nahm die Heinrich-Böll-Gesamtschule wieder an dem Wettbewerb „Schüler macht MI(N)T“ teil. Das diesjährige Thema trug den Namen „Höhen überwinden“. Ein Thema das um einiges vielseitiger ist, als der Name vermuten lässt!

Die AG, die gegen die anderen 12 Schulen antrat bestand aus 7 Mitgliedern, aus den Jahrgangsstufen 7 bis 10.

_MG_8669

Natürlich sausen einem direkt tausende Begriffe durch den Kopf, sobald man das Thema „Höhen überwinden“ hört. Diese Begriffe hatten eine weite Reichweite von z.B. dem Bau einer Rakete bis hin zu einem lenkbaren Heißluftballon. An Ideen mangelte es also gewiss nicht, nur gab es nun die Qual der Wahl. Konstruktionen wie Raketen, Ballons oder ähnliche Flugobjekte lehnten wir ab sofort obligatorisch ab. Zu groß wäre das Risiko gewesen, dass ein anderes Team auf ähnliche Ideen gekommen wäre.

Und da viel uns ein wichtiges Detail auf: Jeder der von euch nach der Schule die Treppen benutzt um zur Bushaltestelle zu gelangen, überwindet gewisse Höhen. „Und wie bitte soll man diese Erkenntnis für den Wettbewerb nutzen können?“, mögen sich jetzt sicher viele Fragen. Die Antwort ist ziemlich simpel, zumindest wenn man sich mal anschaut wie man über diese Treppen gelangt. Genau, man „geht“. Doch leider können dies viele Menschen nicht. Es geschieht nicht selten, dass ein Rollstuhlfahrer vor einer Treppe steht und eventuell auf die Hilfe seiner Mitmenschen hofft … vergeblich.

Demnach kann eine Treppe also durchaus ein unüberwindbares Hindernis darstellen. Also etwas, was es zu „überwinden“ gilt. Perfekt für unser Projekt! Man kann etwas Wohltätiges tun und gleichzeitig bei einem Wettbewerb mitmischen.

Natürlich entwickelten wir nicht einfach so nebenher einen neuen Rollstuhl. Wir sammelten Ideen, verwarfen Ideen und versuchten Ideen parallel zueinander zu entwickeln. Zwar kann das auf Dauer ziemlich frustrierend wirken, doch jede einzelne Mühe hat sich gelohnt und hat aus heutiger Sicht Spaß gemacht.

Unsere Idee: Wir nahmen einen gewöhnlichen Rollstuhl und ersetzten die Achsen durch längere. Auf den nun herausstehenden Stücken der Achsen wurde schließlich eine Stange montiert, mit der man sich über höher gelegenen Stufen und später auch Treppen hebeln könnte.

thr

Die Vorteile hierbei: Im Gegensatz zu anderen Ideen benötigt man keine Motoren, die eine unnötige Belastung der Umwelt darstellen, sowie das Gewicht der Konstruktion massiv in die Höhe treiben würden. Und wenn man schon unabhängig von Motoren ist, ist man auch unabhängig von Brennstoffen, Steckdosen oder ähnlichen Energielieferanten. Somit hatten wir also einen Rollstuhl, der Mechanisch ist und keine andere Energie benötigt, als die durch Muskelkraft selbsterzeugte.

Als wir dann am Freitag den 17.06.2016 zur Abschlussveranstaltung und Preisverleihung von „Schüler macht MI(N)T“ zur Firma Lenord und Bauer fuhren, bekamen wir erstmals die 12 Modelle der anderen Schulen zu Gesicht. Auch eine Karte mit dem Tagesablauf stand jedem zur Verfügung. Das wir als 12. und somit vorletzte Gruppe präsentieren sollten, machte uns rein gar nichts aus. Die eventuell nervöse Stimmung und die letzten Zweifel wurden mit mehreren kurzen Showeinlagen der „Physikanten“, ein wirklich gutes Komikerduo, totgeschlagen.
Dann, nach mehreren Stunden die aus Präsentationen, Pausen und Comedy bestand, erfuhren wir endlich den Platz, den unser Projekt und somit unsere Gruppe erzielt hatte. Es war der 4. Platz!

Fazit: Zwar reichte es nicht fürs Siegertreppchen aus, doch Platz 4 von 13 ist auch nicht schlecht. Abgesehen davon machte das Projekt Spaß und brachte uns vor allem das Leben von gehbehinderten Menschen näher. Es ist auf jeden Fall eine Erfahrung, die jede einzelne Mühe wert war!

Kategorie: AGs, Aktuelles, Mathematik / Naturwissenschaften, Projekte

Kommentare sind geschlossen.